Montag, November 13, 2017

Langzeitbelichtung

Langzeitbelichtung - Blaue Stunde und Nachtfotos

Foto (c) Harald Mizerovsky
Nikon D5200 | 18 mm | F 8 | 30 Sekunden | ISO 100 | am Stativ | mit Fernauslöser im Lifeview-Modus ohne VR ausgelöst

Unter einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunde spricht man bei einem 50 mm Standard-Objektiv von einer Langzeitbelichtung. Wichtig dabei ist, dass sich weder die Kamera noch das Motiv bewegt, ausgenommen es handelt sich um bewegte Lichter in der Nacht, die dann zu Lichtspuren im Bild werden.

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Ein Stativ ist notwendig

Ohne festen Untergrund funktioniert das natürlich nicht, weil jede Erschütterung ein Foto mit Bewegungsunschärfe abgeben würde. Ob man jetzt ein Dreibein, einen Bohnensack oder ein Guerilla Pod verwendet ist nebensächlich.

Der Fernauslöser usw.

Ein Fernauslöser (Kabel oder Funk) verhindert, dass man selbst, beim Auslösen, die Kamera bewegt.

Bei DSLR Kameras sollte man auch auf den Lifeview-Modus umsteigen, damit das hochklappen und Zuklappen des Spiegels keine Erschütterungen und Mikro-Bewegungen auslöst.

Scharf gestellt wird manuell, weil der Autofokus bei Dunkelheit Probleme mit dem Scharfstellen bekommt. Darüber hinaus wird der Stabilizer abgestellt.

Foto (c) Harald Mizerovsky
Bewegte Lichter werden zu Lichtspuren

Die Blende 8 und mehr

Ab Blende 8 hat man eine schöne Abbildungsqualität und alles, was halbwegs weit vom Standpunkt weg ist, wird scharf dargestellt. Möchte man ohne Sterneffekt-Filter einen Sterneffekt schaffen, schließt man die Blende komplett, worunter aber die Abbildungsqualität leidet.

Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör (Graufilter)

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Fotoliteratur für Fotofreunde

Photographers Portfolio

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
https://www.mizerovsky.com




Samstag, November 11, 2017

Qualitätskriterien in der Fotografie

Wie stellt man die Qualität in der digitalen Fotografie fest?

Fotograf (c) Harald Mizerovsky | Model: Christian Kober
Nikon D5200 | 35 mm Weitwinkel | F 2,2 | 1/125 | ISO 100 | Originalgröße 5413 x 3911 Pixel | 3 Blitzgeräte
Wenn sich zwei Fotografen über ein Foto unterhalten, kann das ein längeres Gespräch werden. Der Laie findet eine Bildbesprechung vielleicht als langweilig und überflüssig. Ihm reicht die Beurteilung "Gefällt mir" oder "Gefällt mir nicht". Allerdings sind viele Faktoren zu beachten, um Fotos zu schaffen, die den meisten Betrachtern gefallen. Mit dem Medientechniker Tino Ranftl als Gesprächspartner habe ich versucht, den Qualitätskriterien auf den Grund zu gehen. Das Interview kann nur eine Meinung darstellen und ist genauso nicht 100-prozentig objektivierbar, wie die Feststellung der Qualität eines Fotos. Im Zeitalter, in dem sehr viele Menschen einfach mit dem Smartphone fotografieren, stellt sich auch die Frage, warum Fotografen so hohe Investitionskosten haben. Reicht nicht auch ein Handy für gute Fotos?

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Wer stellt die Qualität fest?

Wer hat das Sagen, der Kunde oder der Fotograf? Auch wenn der Fotograf das Wissen hat, beurteilt der Kunde die Qualität rein subjektiv. Das ist nicht schlimm, weil das mit allen von Menschen geschaffenen Werken auf diese Art abläuft. Wenn der Konditor eine kunstvoll geschmückte Torte herstellt, beurteilt auch der Kunde das Werk nach seinem Geschmack. Wenn der Konditor allerdings statt Zucker, Salz erwischt, hat niemand eine wirklich Freude mit der wunderschönen Torte.

Kann so etwas auch Fotografen passieren? Gerade dann, wenn sie den Kundenwunsch und die Zielvorstellungen des Kunden nicht erfragen, können sie übers Ziel weit hinaus schießen oder in der Interpretation des Kundenwunsch völlig falsch liegen.

Kriterien wie Bildlook, Farbraum, Bildaussage können eben weit auseinander liegen. Möchte der Fotograf ein Meisterwerk schaffen, anstatt die Wünsche und Vorstellungen des Kunden zu treffen, kann sein Meisterwerk beim Kunden durchfallen. Freie Arbeiten dürfen nach eigenen Vorstellungen durchgeführt werden, aber kein Auftrag.

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Nikon D5200 | 25 mm | F 4 | 1/500 | ISO 100 | Weißabgleich automatisch

Nehmen wir als Beispiel die Porträtfotografie unter die Lupe

Viele Menschen sind es einfach nicht gewohnt vor der Kamera zu posieren. Sie haben es auch nie gelernt. Außerdem sind sie bisher vielleicht nur geknipst worden, also im falschen Licht abgebildet worden und denken deshalb, dass sie nicht fotogen sind. Manche leiden auch unter dem falschen Glauben, dass sie nicht schön genug sind oder sind mit dem eigenen Körper unzufrieden. Andere wiederum sind zurückhaltend und haben ein zu geringes Selbstwertgefühl. Hier wird die Qualität des Fotos nicht von der zur Verfügung stehenden Technik, sondern von der Empathie dem Kunden gegenüber wesentlich beeinflusst. Dem Kunden das Gefühl der Sicherheit zu geben, Ängste (die übrigens die Wenigsten zugeben) in einer Atmosphäre des Wohlfühlens abbauen lassen, ist dann die Devise.

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Model Verena Gruber | (c) Foto Harald Mizerovsky

Gibt es überhaupt objektivierbare Qualitätskriterien?

Ein Liter Milch ist ein Liter Milch und 10 Millimeter sind 10 Millimeter. Ein Foto, das man am Bildschirm sieht ist nicht nur ein Bild, sondern eine digitale Datei mit unglaublich vielen Zusatzinformationen, die der Betrachter nicht sieht.

Informationen die in der Datei gespeichert sind:

  • Dateiformat
  • Pixelanzahl
  • Druckauflösung (dpi = dots per inch)
  • Von welcher Kamera stammt die Aufnahme?
  • Welches Objektiv und welche Brennweite wurde verwendet?
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO Lichtempfindlichkeit
  • Wurde ein Blitz verwendet?
  • Wie war der Weißabgleich eingestellt?
  • JPEG-Qualität
  • Farbraum
  • usw.
Alle Werte, die man physikalisch messbar nachweisen kann, sind objektive (harte) Qualitätskriterien. Wenn man weiß, wie groß und für welchen Zweck ein Foto gedruckt werden soll, wird man die dpi entsprechend verändern. Verlangt der Kunde ein Großformat und erhält eine Bildschirmauflösung, wurde der Auftrag nicht richtig erfüllt.

Die weichen Qualitätskriterien in der Fotografie

Bildkomposition, Lichtführung, Perspektive, Farbgebung, Formen und Symbole sind im Gegensatz zu den harten Kriterien wie Blende, Belichtungszeit, Sensorgröße ISO usw. die "weichen" Kriterien. Wenn nun die Beurteilung durch den Betrachter erfolgt, der von allen diesen harten Kriterien keine Ahnung hat, spielen eben andere Dinge eine wesentliche Rolle. Ist der Betrachter ein visueller Wahrnehmungstyp? Was ist seine Lieblingsfarbe? Welche Formen und Symbole beeinflussen ihn?

Darüber hinaus, zeigt der Betrachter das Foto anderen Menschen in seiner Umgebung und erhält Feedbacks, die seine Meinung zum Foto wieder ändern können.

Immer wieder kommt es vor, dass eine porträtierte Person, obwohl sie positives Feedback vom Umfeld bekommt, selbst nicht zufrieden ist. Das hat aber dann weniger mit der Qualität des Fotos, sondern mit dem eigenen Selbstwert zu tun.

Kann die Qualität durch Kommunikation gesteigert werden?

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Bei Fotoreportagen und in der Sportfotografie muss man blitzschnell sein

Gut Ding braucht Weile. Fotografen sollten auch eine hohe kommunikative Kompetenz und Empathie in den Job mitbringen. Das technische Wissen und die künstlerische Kreativität sind nur zwei Faktoren um Fotos zu schaffen, die auch der Mehrheit der Betrachter gefallen. Kommunikation benötigt Zeit und Geduld. Wer keine Zeit hat, sollte gar nicht erst anfangen zu fotografieren. Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Fotoreporter müssen einerseits geduldig sein, aber wenn etwas passiert zählt die Geschwindigkeit und nicht unbedingt die Bildkomposition.

Im Auge des Betrachters

Letztendlich liegt es im Auge des Betrachters, ob ein Foto als qualitativ hochwertig erscheint und das Foto gefällt. Wer schon mal bei Fotowettbewerben mitgemacht hat, weiß dass die Geschmäcker sehr unterschiedlich sein können. Mit der Jury sind meistens nur die Ausgezeichneten zufrieden. Fotoamateure haben den Vorteil, dass sie die Fotos für sich selbst machen und wenn es ihnen selbst gefällt, was sie kreativ schaffen, dann ist die Welt in Ordnung.


Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör

Photographers Portfolio

Fotografieren lernen

Website Tino Ranftl

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
https://www.mizerovsky.com

Mittwoch, November 08, 2017

Fotografieren mit dem Ringlicht

Beauty Portraits mit dem Ringlicht

Das Ringlicht zaubert das typische, ringförmige Catchlight in die Augen
Wer gerne Porträts fotografiert, sollte auch ein Ringlicht besitzen. Nur das Ringlicht zaubert diese klar sichtbaren Ringlichter (Catchlight) in die Augen der porträtierten Person. Vor allem im Beauty- und Fashion-Bereich ist es sehr beliebt.

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Das Ringlicht ist eine sehr kostengünstige Lösung für optimale Ausleuchtung

Durch die LED-Technik sind Ringlichter schon um rund € 100,- erhältlich. Man sollte darauf achten, dass man die Lichtmenge über einen Dimmer steuern kann. Als Zubehör benötigt man nur noch ein Lampenstativ. Ohne Akku ist man an die Steckdose gefesselt. Als Dauerlicht kann man das Ringlicht auch zum Ausleuchten von Videoaufnahmen einsetzen. Weiters ist es auch für Makro Aufnahmen sehr gut geeignet. Es gibt also auch andere Anwendungsgebiete, als Portrait Shootings.

Die Einstellungen

Nachdem sich beim porträtieren niemand schnell bewegt, reicht eine Belichtungszeit von ca. 1/60 Sekunde. Greift man zum leichten Tele Objektiv, kann man auf 1/100 Sekunde erhöhen. Das typische Catchlight erzielt man am besten bei sehr kurzen Distanzen. Da das Ringlicht dafür mehr als genug Licht abgibt, reicht ein ISO Wert von ca. 100. Fotografiert wir mit der Blendenvorwahl. Ob man mit offener Blende oder Blende 8 fotografiert ist Geschmacksache. Um die Größe des Catchlights zu verändern, verringert oder erhöht man die Distanz zu den Augen. Den Weißabgleich kann man entweder auf Automatik lassen oder manuell messen.

Bei größerer Distanz wird das Catchlight kleiner

Ein großer Vorteil

Das Dauerlicht ermöglicht es, mit jeder Kamera zu arbeiten. Im Prinzip funktioniert das auch mit einer ganz billigen Kompaktkamera. Alles in allem ist das wahrscheinlich die günstigste Lösung, für ein kleines Porträt Fotostudio.

Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör (Ringlicht)




(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor

Shirt Manufaktur
Shirt Manufaktur | Sprich durch dein Shirt!

Dienstag, November 07, 2017

Fotografieren mit der Lochblende

Fotografieren mit der Lochblende oder mit dem Holga-Objektiv

Porträt mit Holga-Objektiv, auf SW umgewandelt und mit Vignette  versehen
Der Begriff Kamera kommt von Kammer (lat. Camera). Schon in der Antike wusste man, dass eine kleine dunkle Kammer mit einem kleinem Loch ein Bild der Realität verkehrt an die hintere Wand wirft. Je kleiner das Loch ist, umso schärfer wird abgebildet. Bastelt man eine Schachtel mit Loch, spricht man von der Camera Obscura, mit der schon Maler in der Neuzeit gearbeitet haben. Lochblenden und Holga-Objektive (Weiterentwicklung der Lochblende) sind für billiges Geld zu haben und ermöglichen einen kreativen Bildlook.

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Die Holga-Kamera

In China wurde die Holga-Kamera als Fotoapparat für das breite Volk produziert. Die Kamera sollte für alle erschwinglich sein. Das Objektiv entspricht ca. einer 60 mm Brennweite und die Fixblende (das kleine Loch) einer Blende 8. Die billige Linse ist unvergütet. Nach kurzer Zeit hatte die Kamera in den USA und in Europa Kultstatus erreicht. Sie liefert eben den typischen Holga-Look.

Lochblenden und Holga-Objektive für Kameras als Wechselobjektiv

Für wenig Geld sind heute beide Varianten für System- und DSLR-Kameras im Handel erhältlich. Dabei muss die Kamera auf rein manuellen Modus gestellt werden und man kann nur noch mit der Belichtungszeit und den ISO-Werten die Lichtmenge regulieren. Ist wenig Licht vorhanden benötigt man ein Stativ für Langzeitbelichtungen unter 1/30 Sekunde.

Originalfarbe mit Holga-Objektiv

Holga-Effekt mit Software erzeugen

Als Alternative bieten auch einige Bildbearbeitungsanwendungen den Filter "Holga" als Softwarelösung an. Wer den unscharfen Bildlook mit verwaschenen Farben mag, sollte meiner Meinung nach aber in so ein billiges Teil investieren. Es macht Spass damit zu arbeiten und es ist ein kreatives Werkzeug. Die Linse macht jede moderne Kamera zum alten Fotoapparat.

Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör (Lochblende)




(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor


Samstag, November 04, 2017

Erfolgreich sein auf Instagram - Tipps und Tricks

Erfolg auf Instagram hat mit Kommunikation zu tun

@fotografie.mizerovsky auf Instagram
@fotografie.mizerovsky auf Instagram
Instagram wurde 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt. Seit 2012 ist Instagram auch in der mobilen Version, zuerst auf Android, eine Plattform für die Veröffentlichung von Fotos und Videos auf fast allen Plattformen. Das ist auch der Grund, warum Fotografen, Grafiker, bildende Künstler Instagram gerne nutzen. Bis Juni 2016 wuchs die Mitgliederzahl auf unglaubliche 500 Millionen weltweit an. Das ist schon eine beeindruckende Anzahl an erreichbaren Menschen hinter den Geräten. Wie wird man erfolgreicher Instagramer?

Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit sind gefragt

Zunächst mal gilt, wie für alle Social Web Plattformen, Geduld und Ausdauer als wichtige Tugend für den Erfolg auf Instagram. Wer nicht in der Lage ist, zumindest wöchentlich, wenn nicht täglich, ein Foto oder Video zu posten, der wird relativ rasch frustriert sein. Vor allem wenn man Instagramer mit 10.000 und mehr Followers erlebt. Selbstmotivation ist dann das Einzige, was dagegen hilft, alles hinzuschmeißen. Wenn man eben nicht so berühmt ist wie manche Stars aus Hollywood, bleibt nur Fleiß und Ausdauer, um berühmt zu werden.

Es mutet zwar die Sprache mit den #hashtags für Neulinge komisch an, aber auch das ist Kommunikation. Nicht zu vergleichen mit einem Blog (da muss man viel lesen) oder einem Facebook Posting (da muss man weniger lesen). Außerdem sagt man ja auch: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Instagram ist eindeutig eine Art der Bildkommunikation, also für Fotografen quasi erfunden. Die Instagramer halten sich auch daran und tauschen, wenn überhaupt nur wenige Worte oder Hashtags aus. Trotzdem ist es wichtig, in diese Art von Kommunikation aktiv einzusteigen und sich zu beteiligen. Wer einem anderen Instagramer positives Feedback gibt, erhält üblicher Weise nach Kurzer Zeit ein Dankschön dafür. Ähnlich ist es mit dem Folgen. Folgt man jemanden ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser Instagramer zum Follower wird. Geben und nehmen ist die Devise auf Instagram.

In welcher Sprache kommuniziert man am besten?

Instagram ist natürlich international und gerade das macht den gewissen Reiz aus. Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und natürlich ihre Fotos. Damit wird die englische Sprache für viele User zur ersten Wahl. Allerdings kann man das auch regional auf die eigene Sprachregion eingrenzen, weil dadurch unter Umständen die Möglichkeit besteht auch Menschen aus der Nachbarschaft zu kontaktieren. Über die Chat Funktion kann man Kontaktdaten austauschen und sich vielleicht auch mal im wirklichen Leben verabreden. Ob privat oder beruflich von Vorteil, entscheidet jeder selbst.

Berufliche Accounts benötigen ein Motto

Bei rein privaten Mitgliedern ist es wahrscheinlich egal, was sie posten. Nützt man den Account hingegen beruflich, sollte man sich ein Thema oder Motto zulegen. Das Motto für Fotografen ist natürlich, die eigene Arbeit bekannt zu machen und Feedbacks zu erhalten. Es wäre aber auch denkbar und auch dankbar, das Thema noch mehr einzugrenzen, wie z.B.: Landschaftsfotografie, Makrofotografie, Architekturfotografie, Porträtfotografie oder Tierfotografie. Je mehr das Thema eingeschränkt werden kann umso mehr Fans bleiben als Follower dran und das erhöht den Erfolg auf Instagram.

Unarten, die man sich gar nicht angewöhnen sollte

Natürlich gibt es auch auf Instagram Mitglieder, die glauben sie müssen durch Tricks ihre Follower Anzahl erhöhen. Im Internet gibt es unzählige Anleitungen dazu. Manche User folgen dir und einen Tag später sind sie wieder weg. Ernsthafte Instagramer hassen so etwas und es macht auch überhaupt keinen Sinn. Meiner Meinung nach sollte man von solchen Handlungsweisen Abstand nehmen.

Was haben Fotografen davon?

Die Vorteile für Fotografen sind vielschichtig. Einerseits erhält man oft ernsthaftes Feedback von Fachkollegen, das sich sehr motivierend auf die eigene Arbeit auswirken kann. Seien wir doch mal ehrlich. Wer erhält nicht gerne "Herzen" für seine Arbeit? Darüber hinaus können auch Kommentare kommen, die halt hier immer sehr kurz sind. Die Fachmeinung von Fachleuten ist aber mehr wert als von Laien. Deshalb sollte man selbst mit "Herzen" und Kommentaren nicht geizig sein!

Weiters können Kontakte geknüpft werden, zu Kollegen, Models, Visagisten, Grafikern und vielleicht auch zu Kunden. Erst gestern hat ein prominenter, österreichischer Schauspieler meine Arbeit geherzt ;-).

Ich wünsche allen Lesern ganz viel persönlichen Erfolg auf Instagram!

Meinen Instagram Account findet ihr hier:

@fotografie.mizerovsky

Meine Sachbücher findet man hier!

Meine fotografische Arbeit gegen weiße Wände!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor | Youtuber

Shirt Manufaktur
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Freitag, November 03, 2017

Die österreichische Seele - frei nach Erwin Ringel

Die Österreichische Seele

"Die österreichische Seele" ist ein Buch, das der verstorbene Psychoanalytiker Erwin Ringel im Herbst seines Lebens geschrieben und verlegt hat. Dieses Posting hat fast nichts mit dem Buch von Erwin Ringel zu tun, hat aber trotzdem einen Bezug dazu. Warum? Weil ich als Kommunikationstrainer hier in Österreich, viel mehr in Wien, im Wasserkopf Österreichs geboren wurde, aufgewachsen bin und heute noch lebe. Meine Stadt verlasse ich für Ausflüge ins nächstgelegene Niederösterreich und mein Land höchstens für berufliche Aufgaben nach Deutschland oder Kurzurlaube in die Nachbarländer. Ich war  noch nie in Übersee. Obwohl es dort auch schön sein kann, empfinde ich es nicht als Nachteil, nicht dort gewesen zu sein. Wer bis hier her gelesen hat, ist scheinbar des sinn-ergreifenden Lesens mächtig und liest unter dem Umstand der Neugier weiter?

Asperner Löwe, Asperner Heldenplatz 9, 1220 Wien | Hier haben wir Österreicher Napoleon besiegt.
Die Österreicher (Ich darf mich für die Verallgemeinerung hier und jetzt an dieser Stelle entschuldigen, für die Formulierung, die verallgemeinernd ist! Mir ist sehr wohl bewusst, dass es auch andere Menschen in Österreich gibt, die hier geboren sind, immer schon da waren und trotzdem ein anderes Verhalten leben. Es gibt auch Menschen, die andere Wurzeln haben und trotzdem oder gerade deswegen Österreicher sind, weil sie das Talent haben, sich schnell anzupassen.).

Die wichtigste Eigenschaft eines Österreichers scheint vorgetäuschte Freundlichkeit und Neid zu sein

Wenn in Italien der Nachbar ein neues Auto kauft, laufen alle in der Nachbarschaft raus und machen eine Probefahrt. Danach wird Rotwein getrunken, bis keiner mehr fahren sollte.

In Österreich ziehen die Nachbarn die Vorhänge zu, die es in den Niederlanden nicht gibt (Nach dem Motto: jeder soll meine Armut sehen können. | Die Kalvinisten unter den Lesern dürfen jetzt mal huch schreien), und fragen sich "Wie kommt das Arschloch zu so viel Geld?" Danach hat niemand mehr Freude mit dem neuen Auto, auch nicht der Käufer.

Gleichzeitig sind Österreicher als freundliche Menschen weltberühmt. Sie strengen sich an um Exportaufträge. Sie tummeln sich herum um die Touristen, die das österreichische Erbe sehen wollen (Habsburger Gebäude und Landschaft). Leise kommt mir aber der Verdacht, dass immer nur Menschen hofiert werden, die quasi etwas darstellen (auch Hochstapler sind bei uns beliebt) oder zumindest Geld haben, das man ihnen abnehmen kann.

Der Österreicher ist weltoffen und religiöse Freiheit wird allen Glaubensgemeinschaften versprochen, per Gesetz

Der gelernte Österreicher hat schon lange begriffen, dass das geschriebene Wort im Gesetzbuch und das reale Leben so ganz gar nix gemein haben. Aus meiner Sicht ist Religion im Staat überflüssig, aber wenn es im Gesetzbuch steht, bin ich der Meinung, dass es im Rechtsstaat auch gelebt werden sollte.

Das wird schwierig. Während in anderen Ländern Europas aufgrund der Vergangenheit Menschen aus aller Welt durchaus ohne strafende Blicke leben dürfen, haben wir sie in Österreich nur als Touristen lieb. Nach zwei bis drei Wochen sollen sie schon wieder nach Hause fahren!

Das alles in einem früheren Vielvölkerstaat. Mein Opa konnte, ohne es in der Schule unterrichtet zu werden, vier Sprachen. Aber das war halt eine andere Zeit.

Opportunismus kennt der Österreicher kaum

Mit wenigen Ausnahmen. Auch wenn wir eine Republik sind, schätzen viele die Monarchie (Der Kaiser schau runter auf uns.). Auch wenn Adolf ein Österreicher war, wurden wir überfallen (das wurde sogar den Russen als richtig verkauft), wir sind zwar aktives Mitglied der EU, aber gleichzeitig ist die EU das personifizierte Böse und Napoleon haben wir in Aspern besiegt, weil seine Truppen durch das Hochwasser der Donau, damals nicht von Kaiserebersdorf nach Aspern übertreten konnten. Macht nichts, weil in französischen Schulbüchern für Geschichte kommt das nicht vor!

Ein echter Österreicher ist wie der Moser, der Hans

Wenn jemand Johann Julier heißt und sich Hans Moser nennt, nur für den Beruf, für den Film, für den schnöden Mammon, weil Kunst war es kaum, gleichzeitig als charmant gilt und doch ein ewiger Grantler und bekannter Weise gierig ist, dann ist er ein echter Österreicher. Ich mag sie übrigens sehr die alten Filme mit meinem Hans Moser. Er ist 1964 gestorben. 1963 kam ich dank der Medizin aus den USA zweimal auf die Welt.

Übersetzung für Nicht-Wiener:

Grantler: Ein Mensch, der mit sich selbst nicht sehr zufrieden ist, sich selbst nur in wenigen Augenblicken seines Lebens mag und andere schon gar nicht mag. Einer, der gierig ist, als ob er verhungern würde, wenn er wem ein Butterbrot abgibt und trotzdem als charmant und freundlich gilt. In Österreich: quasi ein Volksheld.

Bücher von mir findest du hier

(c) Harald Mizerovsky






Mittwoch, November 01, 2017

Model of the month

Model of the month - Lust auf ein Portrait Shooting?

Model Lisa Heilmann | Foto Harald Mizerovsky

Model Christian Kober | Foto Harald Mizerovsky

Model Jessica P. | Foto Harald Mizerovsky

Du hast Lust auf ein professionelles Porträt von dir und möchtest die Arbeit im Fotostudio kennenlernen? Jedes Monat möchte ich ein Model auf meiner Portfolio Website vorstellen. Du lebst in Wien oder Umgebung? Dann bewirb dich jetzt per Mail mit 3 Fotos von dir. Dürfen auch Smartphone Fotos sein. Du hast spezielle Ideen für das Shooting? Dann schreibe mir einfach, was du dir vorstellst. 


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Was ist ein TFP Vertrag?

TFP bedeutet: Time for pics. Model und Fotograf unterschreiben einen Vertrag, in dem vereinbart wird, dass sie beide kostenlos arbeiten und die Bilder für ihre Zwecke veröffentlichen dürfen. Somit haben beide etwas davon.

Kostenlos aber nicht umsonst!

Beide Teile investieren Zeit, Kreativität und Motivation. Keiner schuldet dem anderen ein Honorar. Bei Veröffentlichung in einem Druckwerk oder im Web sind immer Model und Fotograf zu nennen! Sollte eine Visagistin vom Model verlangt werden, ist diese vom Model zu bezahlen.

Wo werden die Fotos veröffentlicht?

Auf meiner offiziellen Website, in meinem Portfolio, auf Webplattformen und vielleicht sogar in einem zukünftigen Fachbuch von mir.


Bewirbt dich jetzt, um einen Termin zu vereinbaren, vielleicht bist du mein Model fürs nächste Monat?




(c) Harald Mizerovsky, Fotograf, Fototrainer und Buchautor

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