Donnerstag, Januar 31, 2019

DJI Osmo Pocket - eine echte Innovation für kreative Video Produktionen

DJI, bisher vor allem für Drohnen bekannt, liefert mit dem DJI Osmo Pocket eine echte Innovation für Video Filmer und Fotografen

Das DJI Osmo Pocket ist nur 12 cm lang und nur 116 Gramm leicht.

Manche Anwender sagen E.T. zu ihm, dem kleinsten Gimbal, das die 4K Kamera gleich mitliefert. Man kann sich aber auch andere Kosenamen für die neue Innovation aus dem Hause DJI ausdenken. Jedenfalls ist das Osmo Pocket nicht nur leicht und klein, sondern auch sehr professionell. Lediglich die Handhabung muss ein wenig trainiert werden, um Top Videos damit zu erzeugen.


4K mit bis zu 60 fps (Bilder in der Sekunde) und eine recht gute Sound Qualität mittels zwei, fast unsichtbaren, Mikrofonen werden mit einer hohen Abbildungsqualität auf eine Micro SD Card gespeichert. Die Einstellungen werden auf dem kleinen Touch Display vorgenommen, was ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Den vollen Funktionsumfang erhält man aber erst durch anstecken eines iPhones oder Smartphones (Android) mit USB-C Steckplatz, was manche User verärgert hat, weil sie auf ihrem Handy keinen USB-C Steckplatz haben. Damit schließt DJI diese Anwender aus.

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Das DJI Osmo Pocket ist auch sehr kostengünstig zu haben. Hier zu Lande geht es als geringwertiges Wirtschaftsgut durch und muss nicht auf mehrere Jahre abgeschrieben werden. Was für viele Selbständige Fotografen und Videoproduzenten ein großer Vorteil ist. Allerdings bietet DJI eine Menge Zubehör an, was die Arbeit mit dem Osmo Pocket erleichtern soll. Das Sortiment reicht von Selfie Stick, über W-LAN Modul, um das Osmo Pocket vom Handy aus steuern zu können, bis hin zu einem Adapter für den Anschluss für externe Qualitätsmikrofone.

Die Foto Abbildungsqualität ist gerade gut genug für Veröffentlichungen im Web. Die Videos hingegen halten mit der Qualität von großen, professionellen Kameras mit. Auch die Funktion für Motion Timelapse Videos ist beeindruckend und das auch bei wenig Licht! Überhaupt überrascht die Lowlight Qualität bei diesem kleinen Sensor sehr.

Foto und Video Qualität der DJI Osmo Pocket bei Tag und Nacht

Den Pro Modus mit allen manuellen Einstellungen für professionelles Filmen findet man in der DJI Mimo App auf dem Handy. Hier kann die Bewegung des Osmo Pocket besser gesteuert werden und Einstellungen wie Frame Rate, Belichtungszeit, Fokus usw. benutzerfreundlich verändert werden. Drittanbieter haben darauf sofort reagiert und bieten Graufilter mit unterschiedlicher neutraler Dichte an. um die Belichtungszeit an die fps anzupassen. Ab dem Firmware Update 1.4 sind auch Funktionen des Pro Modus direkt am DJI Osmo Pocket einzustellen. Auf das haben User der ersten Stunde schon sehnsüchtig gewartet. 25 fps oder 50 fps sind nun verfügbar. Aber auch der Weißabgleich kann jetzt direkt am Gerät vorgenommen werden. Damit macht sich das DJI Osmo Pocket vom Smartphone teilweise unabhängig. An diesem Beispiel sieht man, dass DJI auf Wünsche der User eingeht und man darf noch auf viele Überraschungen mittels Firmware Update hoffen.

Die Menüführung mit allen Funktionen in der DJI Mimo App

Bei Filmproduktionen wird das DJI Osmo Pocket andere Kameras nicht verdrängen, sondern professionell ergänzen. Aber auch für Amateure ist die geringe Baugröße für Urlaub und Reisen sehr interessant. Eigentlich kann man das DJI Osmo Pocket immer dabei haben! Akku am Abend aufladen und jeden Tag mitnehmen. Auf diese Art kann man keine Gelegenheit zum Fotografieren und Filmen mehr versäumen. Für Facebook, Instagram und Co. ist die Abbildungsqualität bestens geeignet. V-Logs von unterwegs sind mit dieser neuen Art von Kamera ein Kinderspiel. Das DJI Osmo Pocket ersetzt aber sicher keine Action Cam, wie z.B.: die GoPro. Dafür ist das Ding einfach zu filigran produziert, was der bewegliche Kopf erfordert.

Bei mir war es quasi ein Gelegenheitskauf. Ich konnte nicht widerstehen und bin schlicht weg davon begeistert. ich werde das DJI Osmo Pocket sicher sehr oft für meine YouTube Videos einsetzen.

Die gesamte Playlist zum Thema DJI Osmo Pocket auf YouTube

DJI Osmo Pocket - Technische Details und Preis:

DJI Osmo Pocket

Handy Halterung für DJI Osmo Pocket 

Adapter DJI Osmo Pocket für Stativ und Selfie Stick

Graufilter

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
www.mizerovsky.com


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Freitag, November 16, 2018

Die Licht Revolution im Foto und Video Studio - Günstig und gut!

Die Luminea Tageslicht LED Lampe

Schon im Jahre 2002 war mir klar, dass die Foto Kamera ohne Spiegel die Zukunft der Fotografie sein wird. Es war auch kein Wunder, dass Unternehmen wie Sony und Panasonic die ersten waren, die den Spiegel hinterfragt haben und DSLM Kameras konstruiert haben. Als Video Kamera Hersteller, waren sie nicht betriebsblind. Was ich damals allerdings nicht gedacht hätte: Diese DSLM Foto Kameras werden heute immer mehr zum filmen benutzt und verdrängen so manche Video Kamera vom Markt. Die digitalen Sucher der DSLM Kameras sind qualitativ so gut, dass man sagen kann: "Wysiwyg funktioniert!" What you see is what you get. Man sieht also das fertige Foto im Sucher, bevor man noch auslöst. Bei einer Spiegelreflex Kamera funktioniert das nur im LiveView Modus, wobei dann aber mit Nachteilen bei der Geschwindigkeit des AutoFokus gerechnet werden muss. Wenn man aber mit Studio Blitzgeräten ohne Einstell Licht bzw. mit System Blitzgeräten fotografiert, funktioniert das nicht. 2002 hatte ich keine Ahnung davon, wie sich die Leuchtkörper verändern werden. LED Leuchtkörper sind schlicht weg auch in der Fotografie und bei der Videoproduktion die Licht Revolution in den letzten Jahren. Ist das wirklich so?

Es gibt drei Typen von LED Leuchtmittel

Die LED Flächenleuchten gibt es in verschiedenen Preisklassen und Größen. Manche mit Akku und andere mit Stromnetz Versorgung. Die Lichtausbeute ist nur bei den großen, teuren Flächenleuchten zufriedenstellend. Diese sind schwer zu transportieren. Die Kleinen reichen gerade noch für V-Loger, wenn der Abstand zum Motiv sehr gering ist. Für die Fotografie sind sie, bis auf wenige Ausnahmen, eher ungeeignet.

Die LED Studio Leuchten in der Größe der Studio Blitzgeräte

Diese sind groß, schwer und teuer. Erlauben mit Bowens Halterung die Verwendung gängiger Lichtformer und sind in der Fotografie eine gute Variante fürs Foto Studio. Die Geräusche des Lüfters ist aber oft zu laut, um auch Videoaufnahmen im Studio zu produzieren.

Die LED Leuchte mit E 27 Fassung

Sie wird im Wohnbereich statt den unbeliebten Energiesparlampen verwendet und die Lichtausbeute war bisher zu gering. Auch mit Lichtempfindlichkeiten von ISO 3.200 waren die Ergebnisse mit Lichtformern nicht wirklich beeindruckend. Doch nun wird alles anders.

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Die Licht Revolution: Die Luminea LED Tageslichtlampe

Diese Leuchte, mit der Fassung E 27 der alten Glühbirne ist stromsparend (24 Watt), bietet Tageslicht mit 6.500 Kelvin und spendet verdammt viel Licht (2.452 Lumen). Die Lichtmenge reicht aus, die üblichen Reflektor Schirme (Gold, Silber, Weiß) und Durchlicht Schirme für Studio Fotografie und Videoproduktion zu verwenden.

Vor kurzem hatte ich bei einem Shooting die Möglichkeit die Luminea LED Leuchte mit einem Durchlicht Parabol Schirm zu testen. Mit der Panasonic Lumix G 81 und dem Porträt Tele Olympus M. Zuiko Premium 45 mm f 1,8 war das Ergebnis für ein Foto Geschenk in der Größe 13 x 18 cm im Holzrahmen perfekt. Bei ISO 200 mit der Blende 1,8 konnte eine Belichtungszeit von 1/60 Sekunde für dieses Setting erreicht werden. Darüber hinaus liefert die Panasonic MFT Sensor Kamera, meiner Meinung nach, mit dem Auto Weißabgleich die perfekten Farben. Manueller Weißabgleich war also nicht notwendig.

Blende 1,8 | ISO 200 | Belichtungszeit 1/60 Sek. | Eine Luminea Leuchte hinter dem Durchlicht Schirm
Das Beispiel Foto ist völlig unbearbeitet; out of cam. Wird mehr Lichtmenge benötigt, nimmt man mehrere Leuchten.

Die Vorteile

  1. Perfektes Tageslicht
  2. Energiesparend
  3. Hohe Lichtausbeute
  4. Absolut geräuschlos, für Videoproduktion geeignet
  5. Kann auch als Leuchtmittel im Wohnbereich eingesetzt werden
  6. Passt auch in die Dauerlicht Softbox mit und ohne Wabe
  7. Günstiger als alle anderen Leuchtmittel
  8. Kann mit jeder Kamera verwendet werden, sogar mit dem Smartphone
  9. Geringe Größe und geringes Gewicht, mobil einsetzbar
  10. Wysiwyg - What you see is what you get

Die Nachteile

  1. Um die Lichtmenge zu korrigieren, muss der Abstand zum Motiv verändert werden
  2. Ist vom Stromnetz abhängig, ohne Steckdose kein Licht

Der günstige Preis und die vielen Vorteile werden aus meiner Sicht viele Foto und Video Studios verändern. Studio Blitzgeräte werden verdrängt und System Blitzgeräte werden für den Bereich Outdoor Fotografie ihren Dienst tun.

Die Einkaufsliste für das Setting im Studio


Der Preis für eine Dreipunkt Beleuchtung ist absolut überzeugend | Gesamt € 140,-









(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor

Donnerstag, September 13, 2018

Die hohe Kunst der Porträt Fotografie

Ein Top Porträt Foto sollte gut geplant sein!

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel und kann auch, sehr selten aber doch, ein Schnappschuss überzeugen, aber in den überwiegenden Fällen entsteht ein gutes Porträt Foto nicht durch Zufall. Kommunikation mit der porträtieren Person, Wahl des passenden Hintergrunds, die richtige Brennweite, ansprechende Perspektive und Bildschnitt, Blick- und Lichtführung und Platzierung der Schärfentiefe auf die Augenebene, passendes Makeup sind die Zutaten für Porträt Fotos, die man mag.

Für ein Porträt Shooting ist also sehr viel zu planen und vorab schon im Team zwischen Model, Makeup Artist, Foto Assistent und Fotograf zu besprechen. Wie bei allen Team Projekten ist im Team die soziokommunikative Komponente von großer Bedeutung. Fotografen, die alleine arbeiten wollen, sollten Landschaften oder Gebäude fotografieren. Porträt Shootings sind immer Team Arbeit, zumindest zwischen Model und Fotograf. Bei einem eingespielten Team steigt auch die Produktivität und die Qualität des Outputs.

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic

Ziele definieren und das richtige Werkzeug wählen

Zur Erklärung der Begriffe: Auch wenn es sich um ein privates Shooting unter Freunden handelt, werde ich die zu fotografierende Person als Kunde bezeichnen. Was wünschen sich Kunden? Sie wollen gut aussehen. Noch niemand ist zu mir gekommen und wollte ein häßliches Bild von sich selbst. Eine Ausnahme stellt ein Halloween Shooting dar. Der Wert eines guten Porträt Fotos ist sehr hoch. Wer kennt nicht die alten Familien Fotoalben, die Jahrzehnte nach dem Shooting stolz hergezeigt werden? "Schau mal, wie hübsch ich in jungen Jahren war", ist dann oft zu hören. Das ist auch eines der wichtigsten Ziele beim Porträt Shooting. Die Kunden sollen stolz auf die Endergebnisse sein. Darüber hinaus sollte man klären für welche Ausgabe Medien die Fotos bestimmt sind. Für großformatige Ausarbeitungen und Prints benötigt man auch große Sensoren und möglichst viele Pixel. Bei Ausarbeitungen bis maximal 30 x 40 cm und für Bildschirmpräsentationen aller Art (Veröffentlichung im Web oder Multimedia Show am TV Schirm) reicht auch ein MFT (Micro Four Thirds) Sensor mit nur 16 MP.

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Bei Vollformat Sensoren liegt der Brennweitenbereich in der Personen Fotografie zwischen 35 mm und 135 mm Brennweite. 35 bis 60 mm werden für Ganzkörper Fotos und 105 bis 135 mm für Close-Ups Verwendung finden. Für Porträts bis zum Brustbereich (typisches Bewerbungsfoto) ist das 85 mm Objektiv die richtige Wahl. 85 mm Brennweiten verzerren fast gar nicht und somit bleiben die Gesichtszüge so, wie sie sind. Die Nase wird z.B. weder geschrumpft (bei Tele Aufnahmen) noch verlängert (bei Weitwinkel Aufnahmen). Die 85 mm Brennweite erlaubt auch eine Distanzzone zwischen Fotografen und Models. Jeder Mensch hat seine Distanzzone und wenn man ihm zu nahe kommt wird er nervös. Die Kunden sollten aber entspannt in einer Vertrauenssituation abgelichtet werden.

Die mm Angaben beziehen sich alle auf Vollformat Sensoren!

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl | MUA Claudia Lazarevic
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Beim Porträt spielt der Hintergrund eine untergeordnete Rolle. Er darf unscharf erkennbar sein, sollte aber nicht mit feinen, scharfen Strukturen vom Kunden ablenken. Die absolute Schärfe Ebene sollte in der Augen Ebene liegen. Bei Augen in unterschiedlicher Tiefe, sollte das vordere Auge die absolute Schärfe aufweisen. Bei Offenblenden unter Blende 1:2,2 kann das aus der Hand mitunter sehr schwierig werden. Dabei kann ein Stativ Abhilfe schaffen. Ist ein Weichzeichnungseffekt erlaubt? Gerade bei Porträt sehr gerne! Kein Mensch hat die perfekte Haut. Der Weichzeichner erspart viel Arbeit in der Postproduktion. Visagisten sind auf jeden Fall qualitätssteigernd, weil die Gesichtshaut von Frauen wie Männern optimal für das Shooting vorbereitet wird. Darüber hinaus passen Visagisten das Makeup farblich an das Outfit und den Hintergrund an.

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Ist eine teure Kamera fürs Porträt Shooting notwendig?

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Nicht unbedingt. Die Kamera sollte manuell bedienbar sein. Automatik ist zu vermeiden. Wichtiger sind gute Objektive, aber die Brennweite 50 mm wird von vielen Anbietern in hoher Qualität sehr preisgünstig angeboten. Für Studio Aufnahmen sollte eher in Zusatzlicht und Lichtformer investiert werden. Die drei Alternativen sind: Studioblitzgeräte, mehrere Systemblitze und neuerdings auch LED Lampen mit Lichtformern. Für welchen Produzenten man sich bei Kamera, Objektiven und Zubehör entscheidet ist aus meiner Sicht nebensächlich. Die Werkzeuge sollen funktionieren und nicht als Markenbotschafter für die Industrie dienen. Auf YouTube liefern sich Markenliebhaber heiße Diskussionen, die ich für völlig überflüßig halte.

Warum sollte man sich für ein Gespräch vor dem Shooting Zeit nehmen?

Vor allem Kunden, die sich nicht oft vor einer Kamera bewegen, tun sich mit den Posing schwer, wenn sie noch kein Vertrauen zum Fotografen aufgebaut haben. Da man die Kunden vor dem Shooting nicht in einen Posing Workshop schicken kann, muss in relativ kurzer Zeit eine Vertrauensbasis geschaffen werden, um zu erreichen, dass die Kunden den Anweisungen folgen. Das Kennenlernen ganz ohne Kamera vor einem Shooting Termin sollte deshalb möglich sein. Wenn man es schafft sich auf menschlicher Ebene näher zu kommen, funktioniert auch das Posing vor der Kamera besser, als wenn man von einem wildfremden Menschen fotografiert wird. Ist das vertrauen nich da, könnten die Fotos wie von einem Paparazzo wirken.

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Wenn ich mit einem Kunden mehre Shooting Termine absolviert habe, werden die Endergebnisse immer besser. Darüber hinaus beschleunigt sich der gesamte Arbeitsprozess (Planung, Shooting und Postproduktion). Übertrieben gesagt, kann jeder Mensch professionell vor der Kamera sein, wenn er es trainiert. Die Bewegungen und das Timing beim Posen passen dann perfekt. Übung macht auch hier den Meister.

Was passiert in der Postproduktion (digitale Dunkelkammer)?

Gerade in der Porträt Fotografie sollte man im RAW Format fotografieren, weil sich durch die Nachbearbeitung der Tonwerte und Farben gegenüber dem komprimierten JPG Format extrem erweitert. Man nennt diesen Prozess Digitale Entwicklung. Danach können Kleinigkeiten in einer geeigneten Bildbearbeitung ausgebessert werden. Hat man im Studio fotografiert, kann man auch einen künstlichen Hintergrund montieren (Foto Komposition oder Foto Montage).

Foto Harald Mizerovsky | Model Sandra Täubl
(c) mizerovsky.com | Model: Sandra Täubl | Fashion Design: Queenspiration | MUA: Claudia Lazarevic
Beim Beauty Porträt ist es auch erlaubt, die Haut zu glätten die Lichtführung nachträglich zu ändern, die Augen zu weißen und den gewünschten Tonwerten den letzten Schliff zu geben. So entstehen schließlich Bilder für die Werbung. Warum sollten private Fotos im Familienalbum nicht auch die beste Qualität haben? Dafür gibt es wirklich keinen Grund. Wenn Kunden gute Porträts erwarten, müssen sie auch wissen, dass es sich dabei nicht um Smartphone Selfies handelt. Das bedeutet sie sollten mit einem angemessenem finanziellen und zeitlichem Aufwand rechnen. Wer darauf keinen Wert legt, kann sich ja mit dem Smartphone selbst fotografieren und irgendwelche Filter Apps verwenden. Vergleichbar wird das Endprodukt natürlich nicht sein. Handy Fotos mit professioneller Postproduktion hingegen sind schon auch sehr nett anzusehen.

Mehr Wissen über Porträt Fotografie

Mehr Wissen zum Thema Porträt Fotografie kann man sich aneignen. Ich habe zum Thema Bücher und eBooks veröffentlicht und auf meinem YouTube Channel gibt es viele Erklärungen dazu. Wer meine Fotoseminare bucht, lernt in der Praxis und trainiert sein Talent.




Die Fotos oben sind für Queenspiration entstanden. Mein Dank für die gute Zusammenarbeit gehört der Modeschöpferin und Model Sandra Täubl und der Makeup Artistin Claudia Lazarevic.

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor

Dienstag, Mai 29, 2018

Beste Reise Kamera für den Urlaub?

Die Canon EOS M 50 ist mit ein wenig Zubehör ein sehr zuverlässiger Reisebegleiter!

Canon EOS M 50 | Spiegellose APS-C Kamera | klein aber oho
Was erwartet man von einer Reisekamera für den Urlaub? Sie soll klein sein und vor allem ein geringes Gewicht aufweisen. Beides trifft auf die Canon EOS M 50 zu. Weiters soll sie erstklassige Abbildungsqualität aufweisen, weil man gerade von der Urlaubsreise schöne Fotos nach Hause bringen möchte. Wenn sie auch noch leichte, aber gute Wechselobjektive, wie Extremweitwinkel und Teleobjektiv, statt dem Kit Objektiv verträgt, dann lacht das Fotografenherz. Als zusätzliches Plus gilt heute aber auch für viele Fotografen, dass sie Videos in Topqualität aufnehmen kann. Alle diese Wünsche kann die Canon EOS M 50 wunderbar erfüllen!

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Die technischen Eckpunkte der Canon EOS M 50

  • 24,1 Megapixel APS-C Sensor der auch ein schönes Bokeh ermöglicht
  • Dual Pixel CMOS Autofokus, der blitzschnell scharf stellt
  • W-LAN und Bluetooth tauglich (Kostenlose Software dazu: Canon Connect)
  • Klapp- und drehbares Touch Display (auch scharf stellen via Display möglich)
  • Extra Menüführung mit Erklärungen für Foto Anfänger
  • EOS M Bajonett, der mit Adapter mit Canon EF-S Objektiven aufgerüstet werden kann
  • Leistungsstarker Bildprozessor Digic 8
  • Blitzsteckschuh für TTL und manuelle Systemblitzgeräte bzw. Funkauslöser für mehrere Blitze
  • Stativgewinde
  • Externe Anschlüsse: Mini USB, HDMI, Mikrofonanschluss
  • Full HD Video mit 25 | 50 | 60 fps
  • 4K Video 25 fps
  • ISO 200 bis 25.600
  • Verschiedne Aufnahme Modi und Kreativ Assistent
  • Fotoformate: JPG und RAW
  • Videoformat: MPEG- 4 AVC / H.264
  • Kamera Design: in schwarzer Farbe oder im noblen Weiß erhältlich

Damit kann man nicht mehr verwackeln

Viele EOS M bzw. Canon EF-S Objektive mit Adapter für EOS M bieten einen integrierten Stabilisator (mit IS gekennzeichnet). Bei der Videoaufnahme steht auch ein kamerainterner digitaler Stabilisator zur Verfügung. In diesem Fall muss das Objektiv mit Dynamic IS kompatibel sein.

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Empfehlenswerte zusätzliche Objektive zur Canon EOS M 50

3 Objektive, die ebenfalls sehr leicht sind und vom Packmaß noch in die Fototasche oder den Fotorucksack passen, empfehle ich den ambitionierten Fotografen auf jeden Fall. Es handelt sich um ein Superweitwinkel ohne Verzeichnungen, wie zum Beispiel bei einem Fisheye Objektiv und ein leichtes aber superscharfes Telezoom Objektiv. Das Dritte kommt von einem Dritthersteller (Yongnuo) und ist so günstig, dass es vor allem wegen der Lichtstärke bei Offenblende 1,8 für Porträt Fotos einfach in den Urlaub mit muss! Alle drei Objektive sind noch dazu sehr günstig erhältlich und müssen mit einem Adapter von Canon EF-S Bajonett auf Canon M Bajonett adaptiert werden. Der Adapter erlaubt die Benutzung mit Automatik.

Zunächst zum Adapter Meike MK-C-AF4

Natürlich bietet auch Canon einen eigenen Adapter dafür an, allerdings ist aus meiner Sicht der Preis dafür unverschämt teuer und steht in keiner logischen Relation zu den Preisen der Kamera und den Objektiven. Ich habe mir gleich 3 Adapter von Meike zugelegt, damit ich die nicht immer zwischen den drei Objektiven wechseln muss. Alle drei zusammen kosten noch immer wesentlich weniger als der von Canon. Die Adapter machen brav ihre Arbeit und garantieren die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiven.


Das Superweitwinkel Objektiv Canon EF-S 10-18 mm 1:4,5 - 5,6


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Bei einem extremen Weitwinkel Objektiv kommt es auf jeden Millimeter weniger Brennweite an. Damit erweitert man den Blickwinkel enorm. Dabei sind aber Geraden noch gerade und nicht verbogen, wie bei einem Fisheye Objektiv. Da man in der Landschaft kaum Unschärfe im Hintergrund hat, wird man sowieso mit Blende 8 oder darüber arbeiten und deshalb macht die Lichtschwäche nicht viel aus. Außerdem kann man die ISO Lichtempfindlichkeit bei diesem Sensor gut und gerne bis ISO 3.200 fast ohne Rauschen verwenden. Es gibt sogar Fachleute, die behaupten dass man bis ISO 6.400 große Ausarbeitungen anfertigen lassen kann. Das würde ich aber nicht mehr tun. Für Facebook und für Instagram sind auch ISO 6.400 kein Problem, weil man das Rauschen auf kleinem Display sowieso nicht wahrnehmen kann. Natürlich bietet es IS Stabilisierung, was vor allem für Videofilmer von Vorteil ist. Dieses Objektiv ist ein Qualitäts- und Preisschlager!


Das Tele Zoom für Details: Canon EF-S 55-250 mm 1:4,5-5,6

Dieses Objektiv punktet ebenfalls durch Schärfe, IS Stabilisator, den man in diesem Brennweitenbereich auch beim Fotografieren gut gebrauchen kann und geringem Gewicht. Ich finde ein Teleobjektiv ist ein Musst-Have im Urlaub. Manche Motive sind für andere Brennweiten einfach zu weit weg. Übrigens tragen beide bisher beschriebenen Objektive auch die Bezeichnung Macro, weil die Naheinstellgrenze bei Beiden so gering ist,

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Das Porträt und Lowlight Objektiv: Yongnuo 50 mm 1,8 für Canon EF

Für die Dämmerung, für Innenräume und für Porträts benötigt man eben auch ein lichtstarkes Objektiv. Allerdings muss man hier den Crop Faktor von 1,6 anwenden. Also wird das Yongnuo 50 mm auf der Canon EOS M 50 mit APS-C Sensor einen Bildausschnitt wie eine 80 mm Brennweite bei Vollformat Sensor liefern. Was einem bei Porträts und Details zum Vorteil wird.

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Das Objektiv liefert ein schönes Bokeh und freistellen ist damit kein Problem. Der Preis ist und bleibt schon seit längerer Zeit sowieso unschlagbar. Also worauf warten? Einfach zuschlagen!


Ein kleines, leichtes, aber stabiles Stativ für die Reise: Cullmann Neomax 260

Früher hatte ich das Problem, das Stativ außerhalb vom Fotorucksack anzubringen, was zu einer einseitigen Gewichtsverlagerung beim Tragen führt und außerdem bleibt man damit leicht wo hängen. Deshalb habe ich nach einem stabilen und vor allem kurzen Fotostativ gesucht.

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Mit dem Cullmann Neomax 260 habe ich das richtige Stativ gefunden, das in jeden Fotorucksack im Innenraum hineinpasst ist. Zusätzlich ist es schneller aufgebaut, als alle anderen Stative. Gleichzeitig bietet es genug Stabilität, auch für APS-C Spiegelreflex Kameras. Für Bodennahe Aufnahmen montiert man die Kamera verkehrt drauf. Damit erwischt man auch Makroaufnahmen von Wiesenblumen recht gut. Sehr empfehlenswert!


Empfohlenes weiteres Zubehör: Fotorucksack, SD Speicherkarten, Ersatzakku und Filter

Seit zwei Jahren verwende ich den Amazon Fotorucksack, der einfach für alles Platz bietet. Auch Badehose, Unterwäsche, T-Shirts, persönlicher Regenschutz, Rucksack-Regenschutz (ist dabei), Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierer, Rasierschaum, Trinkflasche usw. finden darin, neben der Fotoausrüstung, Platz. Für einen 3-Tages Trip im Sommer super geeignet! Sogar ein 15 Zoll Notebook oder ein Tablet ist kein Problem.


SD Karten empfehle ich eher 2 bis 3 kleinere mit 32 oder 64 GB. Wenn man eine verliert, sind nicht alle Fotos weg!









Alle Angaben beruhen auf einem Langzeittest mit diesen Foto Produkten!

Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor

Donnerstag, Mai 03, 2018

Die 5 großen Fehler der Foto - Anfänger

Fast alle Anfänger der Fotografie machen diese 5 Fehler!

Der Fotograf macht das Foto, nicht die Kamera!


Das Geld scheint kein Problem zu sein. In meinen Anfänger - Fotokursen erlebe ich immer wieder TeilnehmerInnen mit ganz tollen Fotoausrüstungen. Eine teure Kamera und das Kit-Objektiv oder ein Fotorucksack mit Wechselobjektiven sind heute schon fast der Standard bei Anfängern. Leider ist das aber oft ein technischer Supergau, gerade für den Foto - Anfänger!

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Fehler Nummer 1: Zu teure und zu komplexe Kamera

System und DSLR Kameras sind heute zu Preisen von ca. € 400,- bis € 5.000,- erhältlich. Natürlich sind die teuren Kameras auch besser, aber sehr oft wird der Anfänger mit den zahlreichen Funktionen gerade zu Beginn völlig überfordert. Eine Fotokamera von heute ist quasi ein Computer, der zum Fotografieren genützt wird. Ich empfehle Anfängern eher eine Einsteigerkamera, dafür aber statt dem Kit-Objektiv ein besseres, teureres Objektiv, weil die optische Qualität der Linse durch keinen noch so guten Kamerabody ersetzbar ist. Darüber hinaus sind Objektive viel länger haltbar, wenn man sie pfleglich behandelt. Objektive können auch noch mit der Nachfolger-Kamera genützt werden.

Zu Beginn ist man schon mit dem Lichtdreieck leicht überfordert und dann soll man noch die vielen Funktionen, wobei man gar nicht weiß, wozu die gut sind, verstehen?

Was man bei der Kamera spart, kann man in sehr nützliches Zubehör investieren. Ein Systemblitz, ein Stativ, Reflektoren und Graufilter sind wichtiger, um gute Fotos aufzunehmen, als der Body.

Fehler Nummer 2: Die Gebrauchsanweisung wird nicht gelesen

In jedem meiner Fotokurse für Anfänger stelle ich die Frage, ob man die Gebrauchsanweisung der eigenen Kamera gelesen hat. Fast 100% der Teilnehmer sagen ehrlicher Weise "nein".

Dabei müsste man doch wissen, dass man sogar bei modernen, elektronisch gesteuerten Waschmaschinen den Gebrauch des Gerätes erst erlernen muss. Oft wird mir dann mitgeteilt, dass das Handbuch nur noch als PDF-Datei am Computer zu lesen ist. Für mich eigentlich keine Begründung!

Die Fotokamera ist das Werkzeug der Fotografen, um mit Licht Bilderwelten zu schaffen. Wer sein Werkzeug wirklich gut kennt, kann es auch besser nützen. Dabei rate ich nicht das ganze Handbuch auf einmal zu lesen, sondern Kapitel für Kapitel, mit der Kamera in der Hand, lesen und gleich ausprobieren. Die Menüs der Kameras sind so umfangreich, dass auch geübte Fotografen mit einer neuen Kamera einige Zeit testen müssen, bevor sie damit einen Auftrag wahrnehmen.

Fehler Nummer 3: Es werden keine Testfotos geschossen

Jeder Berufsfotograf bereitet sich auf seinen Fotoauftrag vor. Es werden Testfotos vor der Fotosession geschossen, um den Kundenwünschen zu entsprechen. Man spart dem Kunden dadurch Zeit und garantiert damit die besten Fotos.

Viele Amateure machen das nicht, werden aber gebeten Fotos zu schießen (Familienfeier, Hochzeit, Sportverein usw.). Sie haben ja so eine tolle Kamera! Trotzdem sind die Betrachter dann leider sehr oft enttäuscht. Das ist aber kein Wunder, weil wenn man etwas nicht trainiert, kann man es auch nicht.

Fehler Nummer 4: Es wird zu wenig fotografiert

Kein Training, keine guten Fotos - keine guten Fotos demotivieren. Weil man demotiviert ist, bleibt die Kamera im Kasten liegen und es wird noch weniger fotografiert. Das ist fast schon ein Teufelskreislauf. Entweder beginnen Sie jetzt, weil es ein guter Zeitpunkt wäre, nachdem Sie das lesen, mit der Fotografie anzufangen oder sie verkaufen Ihre Kamera am Gebrauchtmarkt, weil in 5 Jahren ist sie nichts mehr wert und widmen sich einem anderen Hobby.

Fehler Nummer 5: Man verlässt sich auf die intelligente Vollautomatik der Kamera

So gut die Sensoren der Kameras auch sind, ersetzen sie nicht die manuellen Entscheidungen der Fotografen. Es ist kein Wunder, dass Fotos mit Vollautomatik geschossen, meist nicht so gut wie manuell erstellte Fotos sind. Es ist leichter als man denkt, allerdings sollte man auch Zeit investieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Wie man zum Foto Profi wird?

Abhilfe:


Bücher lesen!

Erklärvideos ansehen!

Fotokurse besuchen!

Mehr fotografieren!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf - Fototrainer - Sachbuchautor
mizerovsky.com

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