Dienstag, Mai 29, 2018

Beste Reise Kamera für den Urlaub?

Die Canon EOS M 50 ist mit ein wenig Zubehör ein sehr zuverlässiger Reisebegleiter!

Canon EOS M 50 | Spiegellose APS-C Kamera | klein aber oho
Was erwartet man von einer Reisekamera für den Urlaub? Sie soll klein sein und vor allem ein geringes Gewicht aufweisen. Beides trifft auf die Canon EOS M 50 zu. Weiters soll sie erstklassige Abbildungsqualität aufweisen, weil man gerade von der Urlaubsreise schöne Fotos nach Hause bringen möchte. Wenn sie auch noch leichte, aber gute Wechselobjektive, wie Extremweitwinkel und Teleobjektiv, statt dem Kit Objektiv verträgt, dann lacht das Fotografenherz. Als zusätzliches Plus gilt heute aber auch für viele Fotografen, dass sie Videos in Topqualität aufnehmen kann. Alle diese Wünsche kann die Canon EOS M 50 wunderbar erfüllen!

Video anklicken und ansehen!

Die technischen Eckpunkte der Canon EOS M 50

  • 24,1 Megapixel APS-C Sensor der auch ein schönes Bokeh ermöglicht
  • Dual Pixel CMOS Autofokus, der blitzschnell scharf stellt
  • W-LAN und Bluetooth tauglich (Kostenlose Software dazu: Canon Connect)
  • Klapp- und drehbares Touch Display (auch scharf stellen via Display möglich)
  • Extra Menüführung mit Erklärungen für Foto Anfänger
  • EOS M Bajonett, der mit Adapter mit Canon EF-S Objektiven aufgerüstet werden kann
  • Leistungsstarker Bildprozessor Digic 8
  • Blitzsteckschuh für TTL und manuelle Systemblitzgeräte bzw. Funkauslöser für mehrere Blitze
  • Stativgewinde
  • Externe Anschlüsse: Mini USB, HDMI, Mikrofonanschluss
  • Full HD Video mit 25 | 50 | 60 fps
  • 4K Video 25 fps
  • ISO 200 bis 25.600
  • Verschiedne Aufnahme Modi und Kreativ Assistent
  • Fotoformate: JPG und RAW
  • Videoformat: MPEG- 4 AVC / H.264
  • Kamera Design: in schwarzer Farbe oder im noblen Weiß erhältlich

Damit kann man nicht mehr verwackeln

Viele EOS M bzw. Canon EF-S Objektive mit Adapter für EOS M bieten einen integrierten Stabilisator (mit IS gekennzeichnet). Bei der Videoaufnahme steht auch ein kamerainterner digitaler Stabilisator zur Verfügung. In diesem Fall muss das Objektiv mit Dynamic IS kompatibel sein.

Video anklicken und ansehen!




Empfehlenswerte zusätzliche Objektive zur Canon EOS M 50

3 Objektive, die ebenfalls sehr leicht sind und vom Packmaß noch in die Fototasche oder den Fotorucksack passen, empfehle ich den ambitionierten Fotografen auf jeden Fall. Es handelt sich um ein Superweitwinkel ohne Verzeichnungen, wie zum Beispiel bei einem Fisheye Objektiv und ein leichtes aber superscharfes Telezoom Objektiv. Das Dritte kommt von einem Dritthersteller (Yongnuo) und ist so günstig, dass es vor allem wegen der Lichtstärke bei Offenblende 1,8 für Porträt Fotos einfach in den Urlaub mit muss! Alle drei Objektive sind noch dazu sehr günstig erhältlich und müssen mit einem Adapter von Canon EF-S Bajonett auf Canon M Bajonett adaptiert werden. Der Adapter erlaubt die Benutzung mit Automatik.

Zunächst zum Adapter Meike MK-C-AF4

Natürlich bietet auch Canon einen eigenen Adapter dafür an, allerdings ist aus meiner Sicht der Preis dafür unverschämt teuer und steht in keiner logischen Relation zu den Preisen der Kamera und den Objektiven. Ich habe mir gleich 3 Adapter von Meike zugelegt, damit ich die nicht immer zwischen den drei Objektiven wechseln muss. Alle drei zusammen kosten noch immer wesentlich weniger als der von Canon. Die Adapter machen brav ihre Arbeit und garantieren die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiven.


Das Superweitwinkel Objektiv Canon EF-S 10-18 mm 1:4,5 - 5,6


Video anklicken und ansehen!

Bei einem extremen Weitwinkel Objektiv kommt es auf jeden Millimeter weniger Brennweite an. Damit erweitert man den Blickwinkel enorm. Dabei sind aber Geraden noch gerade und nicht verbogen, wie bei einem Fisheye Objektiv. Da man in der Landschaft kaum Unschärfe im Hintergrund hat, wird man sowieso mit Blende 8 oder darüber arbeiten und deshalb macht die Lichtschwäche nicht viel aus. Außerdem kann man die ISO Lichtempfindlichkeit bei diesem Sensor gut und gerne bis ISO 3.200 fast ohne Rauschen verwenden. Es gibt sogar Fachleute, die behaupten dass man bis ISO 6.400 große Ausarbeitungen anfertigen lassen kann. Das würde ich aber nicht mehr tun. Für Facebook und für Instagram sind auch ISO 6.400 kein Problem, weil man das Rauschen auf kleinem Display sowieso nicht wahrnehmen kann. Natürlich bietet es IS Stabilisierung, was vor allem für Videofilmer von Vorteil ist. Dieses Objektiv ist ein Qualitäts- und Preisschlager!


Das Tele Zoom für Details: Canon EF-S 55-250 mm 1:4,5-5,6

Dieses Objektiv punktet ebenfalls durch Schärfe, IS Stabilisator, den man in diesem Brennweitenbereich auch beim Fotografieren gut gebrauchen kann und geringem Gewicht. Ich finde ein Teleobjektiv ist ein Musst-Have im Urlaub. Manche Motive sind für andere Brennweiten einfach zu weit weg. Übrigens tragen beide bisher beschriebenen Objektive auch die Bezeichnung Macro, weil die Naheinstellgrenze bei Beiden so gering ist,

Video anklicken und ansehen!


Das Porträt und Lowlight Objektiv: Yongnuo 50 mm 1,8 für Canon EF

Für die Dämmerung, für Innenräume und für Porträts benötigt man eben auch ein lichtstarkes Objektiv. Allerdings muss man hier den Crop Faktor von 1,6 anwenden. Also wird das Yongnuo 50 mm auf der Canon EOS M 50 mit APS-C Sensor einen Bildausschnitt wie eine 80 mm Brennweite bei Vollformat Sensor liefern. Was einem bei Porträts und Details zum Vorteil wird.

Video anklicken und ansehen!

Das Objektiv liefert ein schönes Bokeh und freistellen ist damit kein Problem. Der Preis ist und bleibt schon seit längerer Zeit sowieso unschlagbar. Also worauf warten? Einfach zuschlagen!


Ein kleines, leichtes, aber stabiles Stativ für die Reise: Cullmann Neomax 260

Früher hatte ich das Problem, das Stativ außerhalb vom Fotorucksack anzubringen, was zu einer einseitigen Gewichtsverlagerung beim Tragen führt und außerdem bleibt man damit leicht wo hängen. Deshalb habe ich nach einem stabilen und vor allem kurzen Fotostativ gesucht.

Video anklicken und ansehen!

Mit dem Cullmann Neomax 260 habe ich das richtige Stativ gefunden, das in jeden Fotorucksack im Innenraum hineinpasst ist. Zusätzlich ist es schneller aufgebaut, als alle anderen Stative. Gleichzeitig bietet es genug Stabilität, auch für APS-C Spiegelreflex Kameras. Für Bodennahe Aufnahmen montiert man die Kamera verkehrt drauf. Damit erwischt man auch Makroaufnahmen von Wiesenblumen recht gut. Sehr empfehlenswert!


Empfohlenes weiteres Zubehör: Fotorucksack, SD Speicherkarten, Ersatzakku und Filter

Seit zwei Jahren verwende ich den Amazon Fotorucksack, der einfach für alles Platz bietet. Auch Badehose, Unterwäsche, T-Shirts, persönlicher Regenschutz, Rucksack-Regenschutz (ist dabei), Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierer, Rasierschaum, Trinkflasche usw. finden darin, neben der Fotoausrüstung, Platz. Für einen 3-Tages Trip im Sommer super geeignet! Sogar ein 15 Zoll Notebook oder ein Tablet ist kein Problem.


SD Karten empfehle ich eher 2 bis 3 kleinere mit 32 oder 64 GB. Wenn man eine verliert, sind nicht alle Fotos weg!









Alle Angaben beruhen auf einem Langzeittest mit diesen Foto Produkten!

Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor

Donnerstag, Mai 03, 2018

Die 5 großen Fehler der Foto - Anfänger

Fast alle Anfänger der Fotografie machen diese 5 Fehler!

Der Fotograf macht das Foto, nicht die Kamera!


Das Geld scheint kein Problem zu sein. In meinen Anfänger - Fotokursen erlebe ich immer wieder TeilnehmerInnen mit ganz tollen Fotoausrüstungen. Eine teure Kamera und das Kit-Objektiv oder ein Fotorucksack mit Wechselobjektiven sind heute schon fast der Standard bei Anfängern. Leider ist das aber oft ein technischer Supergau, gerade für den Foto - Anfänger!

Video anklicken und ansehen!

Fehler Nummer 1: Zu teure und zu komplexe Kamera

System und DSLR Kameras sind heute zu Preisen von ca. € 400,- bis € 5.000,- erhältlich. Natürlich sind die teuren Kameras auch besser, aber sehr oft wird der Anfänger mit den zahlreichen Funktionen gerade zu Beginn völlig überfordert. Eine Fotokamera von heute ist quasi ein Computer, der zum Fotografieren genützt wird. Ich empfehle Anfängern eher eine Einsteigerkamera, dafür aber statt dem Kit-Objektiv ein besseres, teureres Objektiv, weil die optische Qualität der Linse durch keinen noch so guten Kamerabody ersetzbar ist. Darüber hinaus sind Objektive viel länger haltbar, wenn man sie pfleglich behandelt. Objektive können auch noch mit der Nachfolger-Kamera genützt werden.

Zu Beginn ist man schon mit dem Lichtdreieck leicht überfordert und dann soll man noch die vielen Funktionen, wobei man gar nicht weiß, wozu die gut sind, verstehen?

Was man bei der Kamera spart, kann man in sehr nützliches Zubehör investieren. Ein Systemblitz, ein Stativ, Reflektoren und Graufilter sind wichtiger, um gute Fotos aufzunehmen, als der Body.

Fehler Nummer 2: Die Gebrauchsanweisung wird nicht gelesen

In jedem meiner Fotokurse für Anfänger stelle ich die Frage, ob man die Gebrauchsanweisung der eigenen Kamera gelesen hat. Fast 100% der Teilnehmer sagen ehrlicher Weise "nein".

Dabei müsste man doch wissen, dass man sogar bei modernen, elektronisch gesteuerten Waschmaschinen den Gebrauch des Gerätes erst erlernen muss. Oft wird mir dann mitgeteilt, dass das Handbuch nur noch als PDF-Datei am Computer zu lesen ist. Für mich eigentlich keine Begründung!

Die Fotokamera ist das Werkzeug der Fotografen, um mit Licht Bilderwelten zu schaffen. Wer sein Werkzeug wirklich gut kennt, kann es auch besser nützen. Dabei rate ich nicht das ganze Handbuch auf einmal zu lesen, sondern Kapitel für Kapitel, mit der Kamera in der Hand, lesen und gleich ausprobieren. Die Menüs der Kameras sind so umfangreich, dass auch geübte Fotografen mit einer neuen Kamera einige Zeit testen müssen, bevor sie damit einen Auftrag wahrnehmen.

Fehler Nummer 3: Es werden keine Testfotos geschossen

Jeder Berufsfotograf bereitet sich auf seinen Fotoauftrag vor. Es werden Testfotos vor der Fotosession geschossen, um den Kundenwünschen zu entsprechen. Man spart dem Kunden dadurch Zeit und garantiert damit die besten Fotos.

Viele Amateure machen das nicht, werden aber gebeten Fotos zu schießen (Familienfeier, Hochzeit, Sportverein usw.). Sie haben ja so eine tolle Kamera! Trotzdem sind die Betrachter dann leider sehr oft enttäuscht. Das ist aber kein Wunder, weil wenn man etwas nicht trainiert, kann man es auch nicht.

Fehler Nummer 4: Es wird zu wenig fotografiert

Kein Training, keine guten Fotos - keine guten Fotos demotivieren. Weil man demotiviert ist, bleibt die Kamera im Kasten liegen und es wird noch weniger fotografiert. Das ist fast schon ein Teufelskreislauf. Entweder beginnen Sie jetzt, weil es ein guter Zeitpunkt wäre, nachdem Sie das lesen, mit der Fotografie anzufangen oder sie verkaufen Ihre Kamera am Gebrauchtmarkt, weil in 5 Jahren ist sie nichts mehr wert und widmen sich einem anderen Hobby.

Fehler Nummer 5: Man verlässt sich auf die intelligente Vollautomatik der Kamera

So gut die Sensoren der Kameras auch sind, ersetzen sie nicht die manuellen Entscheidungen der Fotografen. Es ist kein Wunder, dass Fotos mit Vollautomatik geschossen, meist nicht so gut wie manuell erstellte Fotos sind. Es ist leichter als man denkt, allerdings sollte man auch Zeit investieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Abhilfe:


Bücher lesen!

Erklärvideos ansehen!

Fotokurse besuchen!

Mehr fotografieren!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf - Fototrainer - Sachbuchautor
mizerovsky.com



Mittwoch, Februar 14, 2018

Komplette Nikon DSLR Fotoausrüstung unter € 1000

Eine komplette Nikon DSLR Fotoausrüstung unter tausend Euro für Anfänger und Profis im Jahr 2018

Unter € 1.000,- einen komplette Nikon Fotoausrüstung 2018 kaufen. Ist so etwas überhaupt möglich? Ist diese Ausrüstung nur für Amateure oder auch für Profis geeignet? Was ist da alles dabei? Sind das gebrauchte Geräte? Lesen Sie weiter, um alles zu erfahren!

Nikon D 3300 und Nikkor AF-S DX 18-105 mm um € 700,-
Es handelt sich hier um Preise im Monat Februar 2018 für neue Geräte (leichte Schwankungen bei den Preisen gibt es immer). Dabei ist alles, was Fotografen unterwegs oder im Fotostudio benötigen - natürlich ohne Studioausrüstung wie z.B.: Lichtstative, Studioblitzgeräte, Dauerlicht für Video und Lichtformer bzw. Hintergründe. Diese Ausrüstung um nur € 1.000,- kann von Pressefotografen, Landschaftsfotografen, Porträtfotografen, Anfängern und Foto-Profis verwendet werden.

Warum DSLR?

Ein Spiegel und ein optischer Sucher in der Kamera erlaubt dir einen analogen, völlig natürlichen Blick auf die Motive. Auch die besten digitalen Sucher sind nur digitale Abbildungen der Wirklichkeit. Man kann sich zwar an digitale Sucher gewöhnen, aber sie zeigen an, was die Entwickler wollten und nicht die Realität wie z.B. ein optisches Fernglas. Deshalb bevorzuge ich Kameras mit Spiegel. Sehr viele Profis unter den Fotografen tun das ebenfalls.

Warum kein Kit-Objektiv?

Kit-Objektive sind ein gewisser Marketing-Gag. Man möchte damit ein Gesamtsystem dem Kunden anbieten, das noch günstiger ist, aber leider nicht die Abbildungsqualität von etwas besseren Objektiven erreicht. Die Kamera und der Sensor in der Kamera sind natürlich Qualitätskriterien, aber das Licht fällt durch das Objektiv auf den Sensor. Deshalb sollte man für Objektive eher mehr Geld, als für den Fotoapparat ausgeben!

Warum APS-C Sensor?

Der goldene Mittelweg ist oft der beste Weg! Viele Amateure wollen nicht so viel tragen und steigen mit einer Kamera mit MFT-Sensor ein. Ja, es stimmt, die Kameras und Objektive sind kleiner und leichter, aber große Foto-Ausarbeitungen und Drucke sind von solch kleinen Sensoren ein ziemlich großes Problem. Okay, Vollformat benötigen die Profis nicht immer und Amateure kaum. Was noch dazu kommt: APS-C Foto-Ausrüstungen sind im Endeffekt am günstigsten. Sowohl MFT-, als auch Vollformat Kameras kosten wesentlich mehr und auch die Objektive dafür sind aus meiner Sicht völlig überteuert. Anmerkung: Obwohl ich eine Nikon D 800 Vollformat Kamera und einige dafür gerechnete Objektive besitze, fotografiere ich als Berufsfotograf für die meisten Aufträge mit einer APS-C Nikon DX Kamera. Es ist die schön ältere Nikon D 5200. Aber natürlich habe ich als Backup-Kamera auch eine Nikon D 3300.

Berufsfotografen müssen viel mehr überlegen, ob sich eine zusätzliche Investition lohnt und überlegen deshalb genau, bevor sie etwas kaufen!

Warum Nikon und nicht Canon oder Pentax oder Fujifilm?

Sachlich gibt es nur einen Grund: Der Objektiv Adapter ist seit Jahrzehnten der Selbe, was so viel heißt, dass man auch sehr alte Objektive ohne Automatik noch immer auf digitalen Nikon Kameras verwenden kann. Nachdem Anfänger auch manuell fotografieren lernen müssen und Profis meistens manuell arbeiten, kommt das der Sache wieder sehr entgegen. Alte Objektive kann man sogar sehr günstig am Flohmarkt erstehen. Trotzdem bin ich der Meinung. dass Canon , Fujifilm und Pentax sehr wohl Systeme in ähnlicher Qualität und ebenso günstig neuwertig anbieten.

Persönlich hat es oft andere Gründe. Ich z.B. fotografiere seit meinem 16 Lebensjahr mit Nikon und Nikkor Objektiven. Seit langer zeit digital. Ich kenne also die Menüs und fühle mich wohl dabei, mit Nikon zu fotografieren. Aber einige meiner Foto-Freunde arbeiten aus ähnlichen Gründen mit Pentax, Canon oder Fujifilm. Mittelformat Kameras sind da wieder ein ganz anderes Thema und sollen hier nicht verglichen werden!

Wenn sich jetzt wer wundert, warum Sony, Olympus oder Panasonic Kameras hier nicht vorkommen, dem sei gesagt: Auch diese Firmen liefern beste Qualität. Allerdings hinterfrage ich auch die Preise. Darüber hinaus sind die Geräte oft kleiner und für meinen professionellen Einsatz und meine Hände, die übrigens gar nicht so groß sind, oft schwer zu bedienen.

Warum das Objektiv Nikkor AF-S DX 18-105 mm?

Nikon AF-S DX Nikkor 18-105 mm F 3,5 / 5,6


Weil dieses Objektiv eine bessere Abbildungsqualität als Kit-Objektive liefert. Gleichzeitig deckt es die Brennweiten ab, die man am häufigsten in der Fotografie benötigt und weil es für das APS-C Format gerechnet wurde. Aber auch, weil die Brennweiten-Spanne des Zoom-Objektivs nicht zu groß ist, weil darunter die Abbildungsqualität wieder leiden würde. Ich habe das Objektiv seit 3 Jahren im Dauereinsatz, aber leider damals sehr viel mehr Geld dafür ausgegeben und bin total zufrieden damit. Das Einzige, was dieses Objektiv nicht ist: Lichtstark. Ab und zu will man doch die Motive mit einer Offenblende freistellen, um ein schönes Bokeh zu erzeugen, oder? Deshalb benötigen auch Anfänger ein weiteres Objektiv.

Warum das Yongnuo YN 35 mm F 2,0?


Das Yongnuo 35 mm ist für Vollformat Kameras gerechnet und somit ergibt sich durch den Crop Faktor von 1,5 (Achtung bei Canon ist der Crop Faktor 1,6) auf einer Nikon DX Kamera eine Brennweite von 52,5 mm, was einer Standard Brennweite nahe kommt. Diese Brennweite ist für Porträts und viele andere Situationen optimal einsetzbar. Darüber hinaus lernen Anfänger mit einer Offenblende von 2,0 Motive frei zu stellen. Zusätzlich ist es eines der günstigsten Objektive.

Der günstigste und professionelle Systemblitz kommt auch von Yongnuo

Yongnuo YN 560 Mark III
Anfänger müssen manuell blitzen lernen und Profis arbeiten sowieso mit manueller Lichtführung. Dieser Blitz kostet wirklich nich viel und ist ein Arbeitstier. Ich verwende davon 4 Stück seit Jahren. Noch nie hat mich einer davon in Stich gelassen. Warum nicht TTL? Okay für Pressefotografie oder Dokumentation darf es auch ein TTL Systemblitz von Yongnuo sein! Kostet nur geringfügig mehr und ist ja auch im manuellen Modus einstellbar.

Gleich dazu bestellen: Den Dörr GoFlash Mini Reflektor für den Yongnuo 560

Dörr GoFlash Mini Reflektor
Die Bauweise dieses Dörr Reflektors ist eigentlich die Selbe wie bei einem Beautydish. In der Farbe weiß wird das Licht vom Systemblitz noch weicher. Dieser Reflektor passt haargenau auf den Yongnuo 560 und ist für Pressefotografen, wie auch für Porträtfotografen extern auf einem Lichtstativ (entfesselt blitzen!) ein optimales Werkzeug.

Reflektoren können immer eingesetzt werden

Reflektoren benötigt man sowohl outdoor on location, als auch im Fotostudio.

Zecti 5 in 1 Reflector

Kostengünstig, groß genug und mit Griffen ausgestattet ist der 5 in 1 Zecti Reflektor.

Und wo packt man diese Foto Ausrüstung ein?

Am besten in den AmazonBasic Foto Rucksack für DSLR.

Amazon Basic Foto Rucksack


Er ist unglaublich geräumig und nimmt sogar ein Notebook mit hinein. Für die Reflektoren empfehle ich extra Karabiner um diese am Rucksack anzuhängen. Der Preis ist unschlagbar!



(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor

Mittwoch, Februar 07, 2018

Ist Fotografie Kunst oder Handwerk?

Was ist Fotografie? Kunst oder Handwerk?

Eine Frage, die mich seit ganz langer Zeit beschäftigt. Warum? Weil es in Österreich eine eigenartige Einstellung zur Fotografie gibt. Die "alten" Fotografen, egal ob Profis oder Amateure meinen, dass man Fotos nicht bearbeiten darf, weil ein gutes Foto muss "out of the camera" sein. Das bekannteste Auktionshaus "Dorotheum" hat den Ankauf von Fotografien immer abgelehnt, weil das ja nur Fotografien sind (die dürften noch in der Monarchie zu Hause sein). Die ganze Welt schreit bei vielen  erstklassigen Kunstwerken: "Ach das ist ja nur photogeshopt". Was ist das für eine eigenartige Welt der Fotografie?

Ist Fotografie Kunst oder nur Handwerk? Als Leinwanddruck bis 180 x 120 cm erhältlich!

Fotografie darf nicht mittels Software verfälscht werden

Was ist daran wahr? Ja, es stimmt. Es gilt allerdings für einen ganz kleinen Arbeitsbereich der Fotografie. Wer als Pressefotograf oder als Redakteur einer Zeitung Fotos bearbeitet und in einen neuen Kontext stellt, verbreitet nichts anderes, als Fake News. Das ist absolut zu verurteilen und eines Fotografen unwürdig. Aber genau diese Fotografen sorgen für den schlechten Ruf der Bildbearbeitung. Dabei gehört die Bildbearbeitung für engagierte Fotografen zur Postproduktion, wie das Gelbe zum Ei. Das gab es auch schon in der analogen Fotografie, in der Dunkelkammer oder beim Farbretouchieren von SW-Fotos in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Fotografie ist nichts wert

Schon in der analogen Fotografie galt, dass ein Fotoabzug unendlich oft vom Negativ reproduziert werden konnte. Das ist wohl das Argument von Auktionshäusern, dass Fotografien nur einen geringen Wert haben können. Für Kunstsammler hat nur Wert, was selten ist. Am besten man besitzt nur das einzige Original und sperrt es in einem Safe ein. Ist Seltenheit Kunst? Ist das tatsächlich ein Kriterium?

Es gab und gibt auch bildende Künstler wie Andy Warhol oder Gottfried Helnwein, die ihre Kunst weltweit jedem Menschen zukommen lassen, die diese Werke schätzen. Ist das dann weniger Kunstwerk? Nur weil sich jeder Kunstfreund solche Drucke oder Abzüge zu Hause an die Wand hängen kann, soll es weniger Kunst sein? Da lachen jetzt sogar die Hühner ;-).

Dieses Foto ist fast gar nicht bearbeitet. Ist es deshalb mehr Fotografie oder Kunst? 

Das Handwerk ist für Künstler notwendig

Wenn Hundertwasser keine Ahnung von Farben und Formen und deren Wirkung auf die Betrachter gehabt hätte, wäre er als Künstler durchgefallen. Was heißt das für die Fotografie, die künstlerisch wertvoll sein möchte? Ganz einfach: Auch wenn man mit Fotografie Kunstwerke schaffen will, benötigt man viel Wissen um das Handwerk und die Technik. Aber die Künstler stecken hinter der Idee, der Kreativität, der Vermittlung von Gedanken und Emotionen, nicht hinter der Automatik der Kamera. Nicht die Kamera macht das Foto, sondern kreative Fotografen!

Darf man Fotos bearbeiten oder nicht?

"Out of the cam" gilt bestenfalls für die Pressefotografie und Dokumentationsfotografie, aber niemals für Porträtfotos, Werbung und Kunst. Fotografie darf schönen und darf auch mal die Realität total verändern und darf auch abstrakt sein. Fotografen sind nichts anderes als Maler, allerdings verwenden  sie statt Pinsel den Fotoapparat und Software am Computer.

Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör

Fotokurse und Fotolehrgang

Fotokunst kaufen

Foto-Shooting buchen

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
www.mizerovsky.com

Dienstag, Januar 23, 2018

Die Zukunft der Fotografie

Wohin entwickelt sich die Fotografie in Zukunft?

Noch nie hat sich in der Geschichte der Fotografie so viel geändert, wie in den letzten 2 Jahrzehnten und die Entwicklung der Technik wird immer schneller und rasanter. Kein Wunder, dass sich so mancher Fotograf bei dieser technischen Entwicklungsgeschwindigkeit verwundert zeigt und nicht mehr weiß, welche Technik überhaupt zukunftsicher ist. Wir laufen vielleicht Gefahr, dass die Bilderwelten sich weniger verändern, als die fotografische Technik selbst. Dabei geht es doch um bestechende, herausragende Bilder, oder? Die Kreativität will neu eingesetzt werden!

Zukunft der Fotografie - im Gespräch mit August Lechner. Video anklicken und ansehen!

Die Kameravielfalt kann für Laien ganz schön verwirrend sein

Fotokameratypen sind vielfältiger geworden. Kompaktkameras, Systemkameras, Bridge-Kameras, DSLM-Kameras, DSLR-Kameras und DSLR-Mittelformatkameras mit unterschiedlicher Sensorgröße werden heute nicht nur zum Fotografieren, sondern auch vielfach zum filmen verwendet. Es gibt sogar Fotokameras, wie die Panasonic Lumix GH5, die von Filmemachern einer Videokamera vorgezogen wird und dafür gibt es auch gute Gründe. Es wird aber auch mit Webcams, Videokameras, Smartphones und Drohnen fotografiert und gefilmt.

Alle diese Kameratypen haben eines gemeinsam, sie werden ständig weiterentwickelt, sehr oft zum Vorteil für Fotografen und Videofilmer, aber ab und zu auch zum Nachteil. Weiterhin wird die Sensorik verbessert und die Lichtempfindlichkeit bei gleichzeitiger Rauschunterdrückung erhöht. Die Sensorgröße wird einerseits bei bestimmten Typen verkleinert (MFT) und bei anderen Kameratypen vergrößert. Die Spiegellosen Kameras lösen in manchen Bereichen die DSLR-Kameras ab und andere Hersteller schwören weiterhin auf die Spiegelreflexkamera mit der noch immer größten Auswahl an Objektiven und Zubehör. Fotografen sehen sich immer mehr gezwungen, für unterschiedliche Aufgaben auch in unterschiedliche Aufnahmesysteme zu investieren. Ob die Smartphones, deren Bildqualität stetig steigt die kleinen Kompaktkameras ablösen werden, wird sich wahrscheinlich schon in den nächsten 5 Jahren zeigen. Eines ist allerdings jetzt schon sicher: Die digitalen Kameras werden sicher nicht 25 Jahre oder länger im Einsatz sein können, wie ihre analogen Vorgänger, weil sie höchstwahrscheinlich schon vorher kaputt gehen.

Halten digitale Bilddokumente in Zukunft ewig?

Ein großer Vorteil der digitalen Fotografie ist die Tatsache, dass diese Bilddateien in Zukunft ewig in der gleichen Qualität auf Bildschirmen und Displays betrachtet werden können und immer wieder ausgearbeitet oder gedruckt werden können. Allerdings wird auch das mit Kosten verbunden sein. Eine digitale Datei besteht ja nur aus den Zahlen des binären Zahlensystems, also aus 1 und 0. Diese Zahlen verändern sich auch über eine Million Jahre nicht von alleine, aber die Dokumente müssen auf Datenträger gespeichert werden und kein Datenträger hält ewig. Ca. alle 10 Jahre sollte man doch die Dateien und die Sicherheitskopien wieder auf andere, vielleicht auch neuartige Datenträger überspielen, um sicher zu gehen, die Fotos für Urenkel in der Originalqualität aufbewahren zu können. Wer noch analoge Bilddokumente hat, sollte sie rasch digitalisieren, um auch diese der Nachwelt unverändert zur Verfügung stellen zu können, weil analoge Bilder jährlich an Qualität verlieren (in Abhängigkeit der Lagerung).

Wird sich die Bilderwelt durch die neuen Kameratypen verändern?

Die neuen Gerätetypen haben jetzt schon die Bilderwelt komplett auf den Kopf gestellt. Je kleiner und unauffälliger die Kameras werden, umso mehr neue Perspektiven wird es geben. Auch die Drohnen haben hier schon heute eine wesentliche Aufgabe für andere Perspektiven übernommen. Es liegt nun an den Ideen der Fotografen mit diesen neuen Typen auch neue Bilderwelten zu schaffen.

Braucht man noch Berufsfotografen?

Wenn man die neuen Kameratypen auf Automatik schaltet und sich auf die Sensorik und die Stabilisierungstechnik gegen verwackelte Fotos bzw. Videos verlässt, benötigt man doch keine Fotografen mehr, oder? Leider ist die Antwort nein, weil noch immer der Fotograf die Bilder, die Geschichten erzählen, schafft. Nicht die Kamera macht das Foto, sondern der Fotograf. Ich muss also alle Menschen enttäuschen, die glauben, dass der Kauf einer möglichst teuren Kamera die Dienstleistung des Fotogewerbes ersetzen kann. Es geht um den Bildaufbau, die Bedeutung der Farben und Formen auf die Betrachter, die Lichtführung, die Idee und die Bildaussage. Fotografie ist eine kreative Kunst und wir es immer bleiben. Die Technik ist nur das verwendete Werkzeug von Fotografen. Berufsfotografen werden ihr Angebot verändern und erweitern. Sie werden auch Videoproduktionen und Fotoaufbereitungen in verschiedenen Medien anbieten. Sie werden in Zukunft Drehbuchautoren und Regisseure sein, die fantasievolle Bilderwelten schaffen, die weiterhin ihr Publikum begeistern werden. Sie werden auch IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) - Spezialisten werden, um mit der Software am Computer, Smartphone oder Tablet die Bilder in der Postproduktion zu finalisieren.

Empfehlungen: Kamera, Objektive und Zubehör!

Bilderwelten der Zukunft!

Literatur für Fotofreunde!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
mizerovsky.com