Donnerstag, Mai 03, 2018

Die 5 großen Fehler der Foto - Anfänger

Fast alle Anfänger der Fotografie machen diese 5 Fehler!

Der Fotograf macht das Foto, nicht die Kamera!


Das Geld scheint kein Problem zu sein. In meinen Anfänger - Fotokursen erlebe ich immer wieder TeilnehmerInnen mit ganz tollen Fotoausrüstungen. Eine teure Kamera und das Kit-Objektiv oder ein Fotorucksack mit Wechselobjektiven sind heute schon fast der Standard bei Anfängern. Leider ist das aber oft ein technischer Supergau, gerade für den Foto - Anfänger!

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Fehler Nummer 1: Zu teure und zu komplexe Kamera

System und DSLR Kameras sind heute zu Preisen von ca. € 400,- bis € 5.000,- erhältlich. Natürlich sind die teuren Kameras auch besser, aber sehr oft wird der Anfänger mit den zahlreichen Funktionen gerade zu Beginn völlig überfordert. Eine Fotokamera von heute ist quasi ein Computer, der zum Fotografieren genützt wird. Ich empfehle Anfängern eher eine Einsteigerkamera, dafür aber statt dem Kit-Objektiv ein besseres, teureres Objektiv, weil die optische Qualität der Linse durch keinen noch so guten Kamerabody ersetzbar ist. Darüber hinaus sind Objektive viel länger haltbar, wenn man sie pfleglich behandelt. Objektive können auch noch mit der Nachfolger-Kamera genützt werden.

Zu Beginn ist man schon mit dem Lichtdreieck leicht überfordert und dann soll man noch die vielen Funktionen, wobei man gar nicht weiß, wozu die gut sind, verstehen?

Was man bei der Kamera spart, kann man in sehr nützliches Zubehör investieren. Ein Systemblitz, ein Stativ, Reflektoren und Graufilter sind wichtiger, um gute Fotos aufzunehmen, als der Body.

Fehler Nummer 2: Die Gebrauchsanweisung wird nicht gelesen

In jedem meiner Fotokurse für Anfänger stelle ich die Frage, ob man die Gebrauchsanweisung der eigenen Kamera gelesen hat. Fast 100% der Teilnehmer sagen ehrlicher Weise "nein".

Dabei müsste man doch wissen, dass man sogar bei modernen, elektronisch gesteuerten Waschmaschinen den Gebrauch des Gerätes erst erlernen muss. Oft wird mir dann mitgeteilt, dass das Handbuch nur noch als PDF-Datei am Computer zu lesen ist. Für mich eigentlich keine Begründung!

Die Fotokamera ist das Werkzeug der Fotografen, um mit Licht Bilderwelten zu schaffen. Wer sein Werkzeug wirklich gut kennt, kann es auch besser nützen. Dabei rate ich nicht das ganze Handbuch auf einmal zu lesen, sondern Kapitel für Kapitel, mit der Kamera in der Hand, lesen und gleich ausprobieren. Die Menüs der Kameras sind so umfangreich, dass auch geübte Fotografen mit einer neuen Kamera einige Zeit testen müssen, bevor sie damit einen Auftrag wahrnehmen.

Fehler Nummer 3: Es werden keine Testfotos geschossen

Jeder Berufsfotograf bereitet sich auf seinen Fotoauftrag vor. Es werden Testfotos vor der Fotosession geschossen, um den Kundenwünschen zu entsprechen. Man spart dem Kunden dadurch Zeit und garantiert damit die besten Fotos.

Viele Amateure machen das nicht, werden aber gebeten Fotos zu schießen (Familienfeier, Hochzeit, Sportverein usw.). Sie haben ja so eine tolle Kamera! Trotzdem sind die Betrachter dann leider sehr oft enttäuscht. Das ist aber kein Wunder, weil wenn man etwas nicht trainiert, kann man es auch nicht.

Fehler Nummer 4: Es wird zu wenig fotografiert

Kein Training, keine guten Fotos - keine guten Fotos demotivieren. Weil man demotiviert ist, bleibt die Kamera im Kasten liegen und es wird noch weniger fotografiert. Das ist fast schon ein Teufelskreislauf. Entweder beginnen Sie jetzt, weil es ein guter Zeitpunkt wäre, nachdem Sie das lesen, mit der Fotografie anzufangen oder sie verkaufen Ihre Kamera am Gebrauchtmarkt, weil in 5 Jahren ist sie nichts mehr wert und widmen sich einem anderen Hobby.

Fehler Nummer 5: Man verlässt sich auf die intelligente Vollautomatik der Kamera

So gut die Sensoren der Kameras auch sind, ersetzen sie nicht die manuellen Entscheidungen der Fotografen. Es ist kein Wunder, dass Fotos mit Vollautomatik geschossen, meist nicht so gut wie manuell erstellte Fotos sind. Es ist leichter als man denkt, allerdings sollte man auch Zeit investieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Abhilfe:


Bücher lesen!

Erklärvideos ansehen!

Fotokurse besuchen!

Mehr fotografieren!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf - Fototrainer - Sachbuchautor
mizerovsky.com