Donnerstag, November 29, 2012

Autsch - das tut weh!

20 % Selbstbehalt für alle ärztlichen Leistungen für Österreichs EPUs

Was würde Sie tun, wenn es Ihnen körperlich nicht gut geht, Sie merken, dass Sie krank werden und Ihre gesetzlich vorgeschriebene Sozialversicherung einbezahlt haben? Ich hoffe Sie würden zum Arzt gehen. Warum tun das viele UnternehmerInnen nicht? Gute Frage! Weil Sie fürchten, sich die Krankheit nicht leisten zu können und in der Hoffnung leben, nach dem Motto: "Alles wird gut!"

In den letzten 10 Jahren hat das AMS, die WKO und andere Institutionen den Weg in die Selbständigkeit gefördert. Betroffen davon waren Arbeitssuchende, die niemals den Weg in die Selbständigkeit wollten. Dadurch gibt es heute knapp 250.000 EPUs (Ein-Personen-Unternehmen), die alle für jeden Arztbesuch 20 % Selbstbehalt verrechnet bekommen (selbst die 5 Minuten Kontrolle beim Zahnarzt kostet Geld aus der Privattasche, obwohl man die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.

Vorerst dachte ich, fast schon naiv, alles wird gut. Die SVA (die Pflichtversicherung der Gewerbeschein-InhaberInnen) macht eine Ur-Befragung. Erstmalig in der Geschichte der Krankenkassen und Sozialversicherern in Österreich eine Ur-Befragung. Das ist ja prinzipiell positiv zu bewerten, wenn das Volk befragt wird. Dann erscheint aktuell SVA 4/12 ( die Zeitschrift für alle Beitragsleistenden der SVA, die man per Post zugeschickt bekommt). Dort ist zu lesen, dass sich 82,9 % der Befragten für eine Beibehaltung des Selbstbehaltes von 20 % bei jeder ärztlichen Leistung aussprechen. Allerdings war die geschlossene Alternativfrage so formuliert: "Sind Sie für die Beibehaltung des Selbstbehaltes oder eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge?"

Was hätten Sie geantwortet? Richtig! Ohne zu wissen, was Sie nun denken, glaube ich zu wissen, was Sie geantwortet hätten.

Autsch - das tut weh!

Ich möchte deshalb alle erwachsenen ÖsterreicherInnen aufrufen eine Unterschrift für eine gute Sache einer überparteilichen Initiative im Internet zu unterschreiben. Es ist einfacher als Sie denken, Ihre Meinung kund zu tun.

Lesen Sie hier mehr und unterschreiben Sie für Menschen, die bis zu 70 Stunden wöchentlich arbeiten, Ihre Steuern bezahlen und Sozialversicherungsbeiträge leisten: Autsch, das tut weh!

Das Komitee besteht aus Persönlichkeiten, die sich besonnen haben, das Ungerechtigkeit durch Recht nicht geschützt werden kann.

Hintergrundinfos: Wiener Zeitung (Anmerkung: das einzige Amtsblatt der Republik Österreich).

Ich würde mich freuen, wenn ich auch die nächsten 20 Jahre, wie die letzten 27 Jahre als Selbständiger (ich war noch niemals angestellt) für meine Kunden tätig sein dürfte und mir das leisten kann. Viele Kleingewerbler werden ähnlich empfinden!

Danke für jede einzelne Unterschrift!

Ihr Harald Mizerovsky www.kompetent.at

Autsch - das tut weh! BürgerInnen unterschreiben für BürgerInnen!

1 Kommentar:

Harald Mizerovsky hat gesagt…

Bitte nicht müde werden, liebe Freunde! Weiterleiten, posten auf Blogs, bei FB, auf XING, Twitter, usw. Schikct Mails aus an eure Freunde. Gemeinsam sind wir die Macher und nicht die Banken dieser Welt! Meine Freunde aus der ganzen Welt bitte ich darum, nicht nur Österreicher! Nur so, ist es möglich, dass Menschen, Bürger dieser Welt solidarisch sind. Unterschreiben nicht vergessen ;-)! Wir benötigen überall in der Welt Mutbürger, um menschliche Verhältnisse herzustellen. Ich bitte auch darum: Setzt euch für jede Sache ein, die euch wichtig erscheint und um menschliche Bedingungen für die Arbeitswelt und für das Zusammenleben zu garantieren! LG, Harald Mizerovsky, www.kompetent.at